„Call to Action“ Investitionsverpflichtung: Jetzt politisch sichtbar werden

„Call to Action“ Investitionsverpflichtung: Jetzt politisch sichtbar werden

Vor dem Hintergrund einer weiterhin fehlenden Regelung für eine gesetzlich geregelte Investitionsverpflichtung startet der VdA einen bundesweiten Aufruf an alle Künstleragent*innen, die im Bereich Film, Fernsehen und Bühne tätig sind:

Call to Action: Jetzt politisch sichtbar werden

Liebe Kolleg*innen, liebe Agent*innen in ganz Deutschland,

die aktuellen Presseberichte zur laufenden Filmförderreform und zu den hier weiterhin offenen Entscheidungen über Investitionen von Streamern und Sendern zeigen deutlich, wie fragil die derzeitige Situation für Filmschaffende ist. Trotz monatelanger Diskussionen, klarer Positionierungen der Filmbranche und verbindlicher Ankündigungen bleibt die politische Umsetzung weiter ungewiss. Zentrale Weichenstellungen zur Film- und Medienpolitik drohen erneut vertagt oder verwässert zu werden.

Für uns Agent*innen ist das keine abstrakte Debatte. Es geht um unsere Arbeitsplätze, um Planungssicherheit, um laufende und zukünftige Projekte und um die wirtschaftliche Grundlage unserer Branche und unserer Klient*innen. Entscheidungen, die unsere berufliche Zukunft unmittelbar betreffen, dürfen nicht hinter verschlossenen Türen getroffen werden, ohne die Stimmen derjenigen, die am Ende die Konsequenzen tragen.

Die Lage ist ernst, aber sie ist nicht hoffnungslos. Noch nicht.

Genau hier liegt unsere Verantwortung. Und unsere Chance.

Politik reagiert nicht auf Stimmungen, sondern auf sichtbaren, konkreten Druck. Abgeordnete reagieren, wenn Bürgerinnen und Bürger aus ihrem Wahlkreis sich direkt an sie wenden. Nicht irgendwann, sondern jetzt. Nicht vereinzelt, sondern gemeinsam.

Deshalb stellen wir Euch hier einen Musterbrief zur Verfügung, mit dem jede und jeder von uns ihre/seinen Abgeordnete*n des eigenen Wahlkreises per E-Mail direkt anschreiben kann. Besonders wichtig ist der zeitliche Rahmen: Voraussichtlich am 28. Januar 2026 findet eine Koalitionssitzung statt. Bis dahin sollten die E-Mails bei den Abgeordneten eingegangen sein, damit die Stimmen der Agent*innen in diese entscheidende Beratung einfließen können. Der Text ist sachlich, klar und nicht polemisch. Er benennt unmissverständlich, was auf dem Spiel steht: Arbeitsplätze, kulturelle Vielfalt, wirtschaftliche Stabilität und der Fortbestand eines leistungsfähigen Film-, Fernseh- und Medienstandorts in Deutschland.

Es geht nicht darum, laut zu sein. Es geht darum, präsent zu sein.

Es geht nicht um Symbolik, sondern um Wirkung.

Und es geht nicht um abstrakte Gesetzgebung, sondern um reale Existenzen – auch und vor allem um unsere eigenen.

Wenn wir diesen Moment ungenutzt verstreichen lassen, werden andere ihn nutzen. Wenn wir jetzt handeln, zeigen wir, dass diese Branche organisiert ist, informiert ist und bereit, Verantwortung einzufordern.

Bitte nehmt Euch die wenigen Minuten.

Ladet den Musterbrief hier herunter.

Passt ihn bei Bedarf an.

Und sendet ihn an die Abgeordneten Eures Wahlkreises.

Wer das ist, findet ihr unter: www.bundestag.de/abgeordnete

Jetzt ist der Moment.

Countdown: In Berlin wird laut aktuellen Berichten eine Entscheidung zur Investitionsfrage bis Ende Januar erwartet. Damit unsere Stimmen in diese Phase einfließen können, sollten die Mails jetzt zeitnah an die Abgeordneten versendet werden.

Herzliche und kollegiale Grüße

Ulrich Meinhard (Vorsitzender), Marcel Fechenbach und Tim Koller, Vorstand des Verbandes der Agenturen